Probenlagerung / Probentransport

Nach der Probenentnahme wird das gewonnene Untersuchungsmaterial für den Transport ins Labor vorbereitet und gegebenenfalls bis dahin gelagert. Für die Zwischenlagerung bis zum Transport ist auf das Einhalten geeigneter Bedingungen zu achten. Bei Anforderungen von Laboruntersuchungen mit kritischen Transportbedingungen sollte das Untersuchungsmaterial direkt nach der Entnahme entsprechend gelagert werden:

Probenlagerung für die Routineuntersuchungen (außer Mikrobiologie)

Probenmaterial Empfohlene Lagerungsbedingungen
Serum
alle Untersuchungen
Kühlschrank (+2°C - +8°C)
EDTA-Blut
Blutbild, BSG, HbA1c
Lymphozytendifferenzierung, HLA-Typisierung
Raumtemperatur
EDTA-Blut
PCR/Molekulargenetik
Kühlschrank (+2°C - +8°C)
Citrat-Blut/ -Plasma
Gerinnungsuntersuchungen
Raumtemperatur bis max. 6 Stunden
Plasma ggf. einfrieren (< -18°C)
Lithium-Heparin-Vollblut
Chromosomenanalyse/Karyogramm
Raumtemperatur
Liquor
Immunologische Untersuchungen
Kühlschrank (+2°C - +8°C)
Urin nativ
Medikamente, Drogen, Proteinuriediagnostik
Kühlschrank (+2°C - +8°C)
Stuhl
Calprotectin, Blut, mikrobiologische Antigene
Kühlschrank (+2°C - +8°C)

Bei Abholung der Proben durch den Boten- und Kurierdienst des Labors erfolgt der Transport nach den jeweils vorgegebenen Bedingungen unter Beachtung aller gesetzlichen Vorschriften. Wenn das Untersuchungsmaterial auf einem anderen Weg (z.B. Postversand) ins Labor gelangen soll, sind die hierfür geltenden Regelungen zu beachten. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an unsere Ansprechpartner.

Ablehnung von Proben

Die Annahme und Bearbeitung der Untersuchungsproben ist von der Einhaltung verschiedener Grundbedingungen/Kriterien abhängig. Die für die einzelnen Untersuchungsparameter und Probenmaterialien geltenden Kriterien und Bedingungen sind im Leistungsverzeichnis zusammengestellt. Werden diese Kriterien nicht eingehalten, so kann unter Umständen die Probe nicht angenommen und bearbeitet werden.

Kriterien für die Nichtannahme von Proben:

  • Fehlende Identifizierung:
    • Probe ist nicht eindeutig gekennzeichnet (Name, Vorname, Geb.-Datum / Barcode)
    • Kennzeichnung von Probe und Anforderungsschein stimmen nicht überein
  • Falsches Material
    • das eingesandte Probenmaterial kann für die angeforderte Untersuchung nicht verwendet werden
  • Probenmaterial / Anforderungsbeleg durch Beschädigung unbrauchbar
    • das eingesandte Probenmaterial kann für die angeforderte Untersuchung nicht verwendet werden
    • Röhrchen zerbrochen oder ausgelaufen (Material nicht mehr verwendbar)
    • Anforderungsbeleg durch ausgelaufenes Probenmaterial unbrauchbar gemacht
  • Probenqualität:
    • nach optischer Prüfung entspricht die Probenqualität nicht den geforderten Eigenschaften

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