Sputum

Transportgefäß: Sputumbecher mit Schraubdeckel: UU30

 

Möglichst Morgensputum verwenden. Eitriges Sputum ist am aussagekräftigsten.
Das Material sollte aus der Tiefe abgehustet werden. Die Patienten müssen entsprechend aufgeklärt werden. Für die Proben entsprechende, festzuschließende Gefäße mit Umhüllung verwenden.

Patientenanleitung:
Tief ein- und ausatmen. Nach jedem Einatmen den Atem für ca. 3-5 sec. anhalten. Diesen Vorgang möglichst wiederholen. (Sputumproduktion wird angeregt.)
Erneut tief Luft holen und Sputum abhusten. Gelingt es nicht, eine entsprechende Probe zu entnehmen, kann mit Inhalation von 15% NaCl oder mit Mucolytika nachgeholfen werden.

Kultur: Die Angabe der Keime erfolgt semiquantitativ. Trotz optimaler Probenentnahme ist es wegen der regelmäßigen Speichelbeimengungen oft schwierig, aussagekräftige Befunde zu erheben.

Eignung der Probe/Mikroskopie: Gut geeignete Proben sollten weniger als 10 Plattenepithelzellen und mehr als 25 Leukozyten pro Gesichtsfeld enthalten. Klassifizierung der zytologischen Untersuchung zur Bewertung von Sputumproben (modifiziert nach Bartlett et al. )
Ausnahmen bei der Beurteilung des Sputums sind Immundefekt, Mukoviszidose, Legionellose, Tuberkulose und epidemiologische Fragestellungen.

Nicht geeignet ist 24-Stunden-Sammelsputum.

Die Diagnose "Aspirationspneumonie" sollte unbedingt vermerkt werden, da hierbei auch eine Anlage auf Anaerobier erfolgt, die bei anderen Fragestellungen nicht indiziert ist.

Die Diagnose "Mukoviszidose" sollte ebenfalls gesondert vermerkt werden. Es erfolgt eine gesonderte; Anlage der Probe bei 30°C Bebrütungstemperatur.