Aktuelles zum ZIKA-Virus

14.12.16
Empfehlungen für Reisende in betroffene Länder

Aktuelle Karte zur Epidemiologie

Da spezifische Therapien oder Impfungen gegen Zikavirus-Infektionen nicht zur Verfügung stehen, beruht die Prävention auf der Vermeidung von Mückenstichen und somit der Infektion. Es ist zu beachten, dass Aedes-Mücken auch tagsüber stechen. Reisende in tropische Länder auf allen Kontinenten sollten über den aktuellen Stand der Infektionen mit dem Virus in der Region unterrichtet sein und sich in geschlossenen Räumen und im Freien  gegen Stechmücken schützen, u. a. durch Insektenschutzmittel (Repellents), bedeckende  Kleidung und in nicht klimatisierten Zimmern, Nutzung von intakten Fenster oder Bettnetzen.

Reisende, die innerhalb von drei Wochen nach der Rückkehr aus einem betroffenen Gebiet Symptome entwickeln, die auf eine Zikavirus-Infektion hindeuten, sollten einen Arzt aufsuchen und auf  die Reise hinweisen. Eine umfassende Zikavirus-Diagnostik bietet in Deutschland beispielsweise das Bernhard Noch-Institut für Tropenmedizin (Nationales Referenzzentrum für tropische Infek tionserreger) in Hamburg an.

Diagnostik:

bis 7. Tag n. Symptombeginn:  RT-PCR aus EDTA-Blut oder Urin

8.-28. Tag n. Symptombeginn:  RT-PCR aus EDTA-Blut oder Urin + Zika-Virus-IgG und-IgM

Serumantikörper zeigen aber Kreuzreaktivitäten mit anderen Flaviviren im ELISA und IIFT. Spezifisch ist der Neutralisationstest.

Schwangere, die in Epidemiegebieten unterwegs waren, sollten ihren Frauenarzt bei Vorsorgeuntersuchungen darauf hinweisen. Schwangere, Menschen mit einer Immunstörung oder anderer schweren chronischen Krankheit  sowie Reisende mit kleinen Kindern sollten vor der Reise reisemedizinisch beraten lassen. Die Deutsche Tropenmedizinische Gesellschaft (DTG) empfiehlt Schwangeren, Reisen in bekannte Zikavirus-Ausbruchsgebiete möglichst zu  vermeiden und bei unvermeidlichen Reisen auf konsequenten Mückenschutz zu achten.  Das Auswärtige Amt schließt sich dieser Empfehlung an.

Quelle: RKI